Hallo Rainer, hallo Udo!
Ich habe inzwischen schon mit einigen Automarken Erfahrungen sammeln dürfen (teilweise als regelmäßig gefahrene Dienstwagen). Der einzige richtige Fehlgriff war wirklich der Opel Tigra 1.6 (ich habe aber damals auch eines der eresten Modelle besessen. Wenn er fuhr, machte er Spaß, leider waren das immer nur kuzre Episoden zwischen den Werkstattbesuchen. Wenn Du dann noch von mehreren Werkstätten (sowohl in meinem damaligen Heimatort sowie auch in Magdeburg) als relativ junger Fahrzeugbesitzer nicht ernst gemommen wirst, ziehst Du daraus Deine Lehren.
1. Renault 19 Sport - nach 18 Monaten auf glatter Straße verunglückt, wirtschaftlicher Totalschaden. Bis auf eine nicht funktionierende Scheibenwaschanlage (Tank leer) keine Probleme
2. Renault 19 mit Glashub/Schiebedach (auf Wunsch meines Vaters) - mehrfach abschaltende Wegfahrsperre (was bei einem Überholvorgang bei Gegenverkehr auf der Landstraße nicht lustig ist) sowie 3x offenes Dach (ohne manuelle Notkurbel) und ein Gewitter hinter mir. Beide Fehler hat die Werkstatt entdeckt und repariert, auch wenn beim Schiebedach schon böses Blut floss. Habe das Fahrzeug nach 1 Jahr an meinen Vater abgegeben
3. Opel Tigra 1.6 - mehrere Rückrufaktionen, ab 30.000 km extremer Ölverbrauch, dadurch 2 * im Jahr in der Werkstatt, die Drosselklappen-Stellglieder reinigen lassen (jedes mal ca. 1200 DM Kosten). Bei 56.000km geplatzte Ölpumpendichtung mit Ölverlust (bei 70km/h auf der Landstraße), defekter Lichtschalter, ständig kaputte Rücklichter (12V/5W Kugellampen) diverse Aufbrüche durch Radio-Diebe. Habe diese Sorgensammlung nach 3 1/2 Hahren mit knapp 130.000 km verkauft
4. Opel Mondeo Limousine 1.8 - mit 68.000 km übernommen, mit 248.000km abgegeben. 1 kaputter Blinkgeber (kalte Lötstelle, selbst repariert) und 1 kaputter Lichtschalter, Rest normale Verschleißreparaturen (Auspuff-Anlage, Batterie).
5. Skoda Fabia Kombi 1.4 - mit 19.000km übernommen, bei 120.000km auf glatter Straße Unfall, wirtschaftlicher Totalschaden. Bis auf eine kaputte Mischklappe Warmluft/Kaltluft in der Klimaautomatik (nicht repariert, denn 20€ Ersatzteil, aber über 1.000€ Reparaturkosten) keine Probleme
6. Opel Zafira B 2.0 OPC Edition EDS Phase II mit 40.000 km übernommen, mit 65.000km abgegeben (2x schwerer Getriebeschaden, beim 2. Mal wirtschaftlicher Totalschaden)
7. Opel Zafira B 1.8, mit 59.000km übernommen, noch in meinem Besitz. Bis Kilometerstand 160.000 km) keine relevanten Probleme bis auf das CIM (Steuergerät hinter dem Lenkrad, wo Servolenkung, Binker, Hupe und Wegfahrsperre integriert sind) Habe den Opel Hotfix mit einer externen Klammer bekommen, trotzdem zeitweiser Ausfall der Hupe und manchmal spinnender Wegfahrsperre. Wurde nicht repariert, kurz Batterie abklemmen ist preiswerter (jenseits der 1.000€ Kosten). Bei 160.000 km Kupplungsautomat und Schwungmasse defekt, wurde von der Werkstatt instand gesetzt, obwohl sie keine Erlaubis dazu hatten. Gab richtig Stress mit dem Autohaus, denn ich hätte das Fahrzeug dann defekt "entsorgt" (Reparatur teurer als Fahrzeugwert). Jetzt bei 185.000 km Durchsicht gab es eine Mängelliste mit knapp 5.000€ Instandsetzungskosten (aber nicht mal 1.000€ Fahrzeugwert). Nächstes Jahr wäre der Zahnriemen wieder fällig, noch mal ca. 800 - 1000€...
Jetzt warte ich auf "mein kleines Schwarzes", steht noch beim Händler, bekomme ich voraussichtlich nächste Woche. Das wird dann ein Captur 2 Phase 1 .3 TCe Evolution Automatik (140 PS) mit nicht mal 9.000km .
Die Diskussion mit der Umstellung auf 48V habe ich auch verfolgt. Hielt es persönlich auch für sinnvoll/angebracht, aber ich denke, der Umstieg auf reine eKfz macht diesen Wandel obsolet.
Liebe Grüße Torsten