Okay, dann ein wenig OT 
Für mobile Lösungen sind BEV eigentlich eine ebenso naheliegende wie unsinnige Lösung. Es gibt eine natürliche Obergrenze für die Leistungsdichte (und damit indirekt Leistungswichte) für Lithium-Systeme, gegeben durch das Lithium-Sauerstoff-System (funktioniert bisher nur im Labor). Lassen wir es Faktor zwei oder drei sein, um den sich die Li-Ionensysteme noch verbessern, dann hätte man ungefähr die Energiedichte von Wasserstoff und wäre immer noch rund Faktor 40 von einem normalen Benzintank entfernt. Man schleppt also in jedem Fall eine fette, technisch durchaus risikobehaftete Masse mit sich herum, die man widersinnigerweise in ein energetisch aufwendig hergestelltes Leichtbau-Fahrzeug packt, und von der einstweilen unklar ist, ob und wie man sie ökonomisch und ökologisch nachhaltig entsorgt. (Auch ein 2nd life endet irgendwann.)
Ob PHEV tatsächlich nur eine Übergangslösung sein werden, hängt von vielen Faktoren ab. Ich will die H2-Euphorie nicht bremsen, aber Brennstoffzellen sind und bleiben technisch aufwendig und im mobilen Einsatz noch am ehesten für Raumschiffe geeignet. Und H2 an sich ist für mobile Lösungen eine denkbar ungünstige Option. Man kann H2 als eine Art "synthetisches Stadtgas" einsetzen, das ist gut für stationäre Heizungen - und es erfordert trotzdem eine ganze Menge Primärenergie. Sprich: Strom. Oder eine Wärmequelle, die genügend hohe Temperaturen anbietet, um Wasserstoff durch direkte Thermolyse von Wasser zu erzeugen ... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk.
Selbst wenn, Wasserstoff direkt zu verbrennen und damit beispielsweise einen Verbrenner direkt oder einen Range Extender zu betreiben (hoher Wirkungsgrad!) könnte eine wesentlich weniger aufwendige Option sein als eine Brennstoffzelle. Aber wie dem auch sei - man muß den Wasserstoff erst mal erzeugen ... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk.
Mit relativ wenig Aufwand kann man mithilfe einer recht altbekannten Chemie auch CO2 aus der Atmosphäre entnehmen, den Kohlenstoff reduzieren und daraus mit H2 Methan oder Methanol erzeugen. Methan ginge mit ins "synthetische Stadtgas", mit Methanol kann man Kolbenmotoren betreiben. Zumd Direktantrieb, oder über Range Extender - egal. Zunächst braucht man mal Energie ... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk.
Wenn man keine Wüste hat, könnte man auch den Weg gehen, den die Natur seit ein paar Milliarden Jahren geht: den der oxygenen Photosynthese. Dann kann man sich noch überlegen, ob man hinterher Stärke verflüssigen will (... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk), oder ob man direkt etwas Flüssiges synthetisiert, das man in den Tank schütten kann, oder in die Heizung, oder in den Hochofen, das Strahltriebwerk, usw. Auch das geht nicht ohne Primärenergie ... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk.
Anders gesagt: Was sich am Ende durchsetzen wird, bestimmt nicht wesentlich das Auto. Das macht zwar einen sehr prominenten weil unmittelbar sichtbaren Teil des fossilen Energieverbrauchs aus, aber eben doch weniger als ein Viertel weltweit und insgesamt. Ganz vorne rangieren Industrie, Privathaushalte und die stoffliche Nutzung. Diese Faktoren werden am Ende bestimmen, wohin die Reise geht - und mit welchem Brennstoff.
Am Ende der Überlegung und damit am Anfang der Lösung wird dann aber immer die gleiche Aufgabe stehen: Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk! Und das muß mächtig stark auf der Brust sein. Und dazu ein paar echt gute Ideen der Chemiker-Zunft.