Beiträge von Gelfling

    Ich mag mich irren, aber ich habe den Eindruck, wenn ich die Batterie vorher etwas "gefordert" habe und dann direkt anklemme, kriege ich mehr Reichweite als Ziel und Ergebnis angezeigt ...


    ... Geht wohl doch mit dem Mond :D

    Nur zur Sicherheit - es ist tatsächlich nicht möglich, sich über diese App die gemessenen Verbrauchswerte anzeigen zu lassen, richtig? Eigentlich zeigt die App mir nur, wie viele km bisher gefahren wurden, ob ich gerade lade, wie lange noch geladen werden wird und die Gesamt-Reichweite. Und mit etwas Glück und Gefummel die Vorklimatisierung. Sonst nix. Richtig?


    Ziemlich mau, eigentlich! :rolleyes:


    Andere Frage - das Info-Menu im auto zeigt mir nur die Verbrauchswerte seit dem letzten Reset des Tagesstreckenzählers. Nicht die Gesamt-Info; die finde ich nirgendwo. Auch richtig?

    Gerade kam im ZDF die Information, daß der Umweltbonus für die Emobilität bis Ende 2022 in den bekannten Höhen weiter gezahlt wird. Es können sich nun hier einige Captur Nutzer beruhigt auf ihr Fahrzeug freuen.


    Gruß

    Edgar

    Hallo,


    relevant für die Förderung ist laut Antrag das Datum der verbindlichen Bestellung. Wer rechtzeitig bestellt hat, braucht sich keine Sorgen zu machen.


    Gruß,

    Gelfling

    Das Einfahren ist heute nicht mehr das, was es in meiner Jugend noch war. Heißklemmen der Kolbenringe etc. gibt es schon längst nicht mehr. Und die Motoren brauchen auch nicht mehr den Feinschmutz, um sich abzudichten. Moderne Öle sind hochkomplexe Gemische, die auf die Motoren hin entwickelt werden. Nicht mehr die einfachen Alkan-Mixturen von früher. Rund ein Viertel moderner Motoröle sind heutzutage Additive gegen alles mögliche. Relevant sind heute eigentlich nur noch Spuren von Rückständen aus der Motorenfertigung, die durch moderne Waschprozesse aber fast vollständig beseitigt sind. Der spärliche Rest landet im Wesentlichem im Ölfilter. Der erste Filterwechsel ist also nach wie vor der wichtigste.

    Moderat fahren, nicht den kalten Motor hochjubeln - tut man eh nicht - und Vollgasfahrten vermeiden. Mehr muß man selbst bei modernen Motorrädern nicht mehr beachten. Und die leben bei ganz anderen Drehzahlen und Volumenleistungen!

    Also laut technischen Daten hat der Captur PEHV Li-Ion, cathode NMC, anode C

    Das habe ich leider so noch nicht gefunden. Aber es würde insofern Sinn ergeben, als Renault für seine BEVs "NCM 622" und "NCM 712" als Zellchemie einsetzt. Ob die Reduktion der Ladespannung bei geringer Temperatur eine Antwort auf die unterschiedlichen Einsatzprofile von PHEV und BEV sind, um die Lebensdauer nicht zu verkürzen, vermag ich nicht zu sagen. Die public domain-Informationen zu den modernen Zellchemien sind weniger als spärlich. Der Hersteller LG Energy Solution hüllt sich in vornehmes Schweigen, gibt aber immerhin an, daß die Ladetemperatur ihrer Batterien zwischen 0° und 50°C liegen soll. Wie gut die Batterie im Captur temperiert werden kann, weiß ich leider auch nicht. Aber es könnte ein Hinweis darauf sein, daß die Ladeautomatik schon zu Beginn des Ladevorgangs einen Endwert errechnen läßt, der um so geringer ist, je näher die Außentemperaturen zu Ladebeginn an 0° liegen.

    Obwohl der Mond als Ursache dem Ganzen ja durchaus eine romantische Note verleihen würde ... :saint:

    Okay, dann ein wenig OT ^^

    Für mobile Lösungen sind BEV eigentlich eine ebenso naheliegende wie unsinnige Lösung. Es gibt eine natürliche Obergrenze für die Leistungsdichte (und damit indirekt Leistungswichte) für Lithium-Systeme, gegeben durch das Lithium-Sauerstoff-System (funktioniert bisher nur im Labor). Lassen wir es Faktor zwei oder drei sein, um den sich die Li-Ionensysteme noch verbessern, dann hätte man ungefähr die Energiedichte von Wasserstoff und wäre immer noch rund Faktor 40 von einem normalen Benzintank entfernt. Man schleppt also in jedem Fall eine fette, technisch durchaus risikobehaftete Masse mit sich herum, die man widersinnigerweise in ein energetisch aufwendig hergestelltes Leichtbau-Fahrzeug packt, und von der einstweilen unklar ist, ob und wie man sie ökonomisch und ökologisch nachhaltig entsorgt. (Auch ein 2nd life endet irgendwann.)


    Ob PHEV tatsächlich nur eine Übergangslösung sein werden, hängt von vielen Faktoren ab. Ich will die H2-Euphorie nicht bremsen, aber Brennstoffzellen sind und bleiben technisch aufwendig und im mobilen Einsatz noch am ehesten für Raumschiffe geeignet. Und H2 an sich ist für mobile Lösungen eine denkbar ungünstige Option. Man kann H2 als eine Art "synthetisches Stadtgas" einsetzen, das ist gut für stationäre Heizungen - und es erfordert trotzdem eine ganze Menge Primärenergie. Sprich: Strom. Oder eine Wärmequelle, die genügend hohe Temperaturen anbietet, um Wasserstoff durch direkte Thermolyse von Wasser zu erzeugen ... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk.


    Selbst wenn, Wasserstoff direkt zu verbrennen und damit beispielsweise einen Verbrenner direkt oder einen Range Extender zu betreiben (hoher Wirkungsgrad!) könnte eine wesentlich weniger aufwendige Option sein als eine Brennstoffzelle. Aber wie dem auch sei - man muß den Wasserstoff erst mal erzeugen ... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk.


    Mit relativ wenig Aufwand kann man mithilfe einer recht altbekannten Chemie auch CO2 aus der Atmosphäre entnehmen, den Kohlenstoff reduzieren und daraus mit H2 Methan oder Methanol erzeugen. Methan ginge mit ins "synthetische Stadtgas", mit Methanol kann man Kolbenmotoren betreiben. Zumd Direktantrieb, oder über Range Extender - egal. Zunächst braucht man mal Energie ... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk.


    Wenn man keine Wüste hat, könnte man auch den Weg gehen, den die Natur seit ein paar Milliarden Jahren geht: den der oxygenen Photosynthese. Dann kann man sich noch überlegen, ob man hinterher Stärke verflüssigen will (... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk), oder ob man direkt etwas Flüssiges synthetisiert, das man in den Tank schütten kann, oder in die Heizung, oder in den Hochofen, das Strahltriebwerk, usw. Auch das geht nicht ohne Primärenergie ... Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk.


    Anders gesagt: Was sich am Ende durchsetzen wird, bestimmt nicht wesentlich das Auto. Das macht zwar einen sehr prominenten weil unmittelbar sichtbaren Teil des fossilen Energieverbrauchs aus, aber eben doch weniger als ein Viertel weltweit und insgesamt. Ganz vorne rangieren Industrie, Privathaushalte und die stoffliche Nutzung. Diese Faktoren werden am Ende bestimmen, wohin die Reise geht - und mit welchem Brennstoff.


    Am Ende der Überlegung und damit am Anfang der Lösung wird dann aber immer die gleiche Aufgabe stehen: Man braucht ein wie auch immer geartetes Kraftwerk! Und das muß mächtig stark auf der Brust sein. Und dazu ein paar echt gute Ideen der Chemiker-Zunft.