Hallo,
das Problem ist doch, dass Renault jene Kunden vertreibt, wie mich zum Beispiel, die den Symbioz mit dem 1,33 Liter Benziner mit 140 und 160 PS bestellen würden. Die Langversion des Captur‘s wird derzeit nur als HEV angeboten. Technisch wäre es kein Problem, alle Motorvarianten anzubieten. Es gibt nur nebulöse, nicht bestätigte Informationen, dass im Symbioz die gleichen Motoren wie im Captur kämen.
Das Problem, zu Hause keine Wallbox einbauen zu können, besteht nicht nur am Land, das ist auch mitten in der Stadt Salzburg in diversen Stadtteilen nicht möglich! Auch bei mir zu Hause gibt das Leitungsnetz die entsprechende Leistung nicht mal für eine 11 kW Wallbox her.
Zum Laden eines BEV müsste ich zur nächsten Tankstelle fahren. Das Problem dabei, nachdem die neben der Autobahnabfahrt liegt, ist gar nicht so selten keine Ladesäule frei. Mitten in der Nacht den Fußweg zu gehen, um das vollgeladene Fahrzeug wieder zu holen, ist keine Lösung. Die Blockiergebühr steht dem Anstecken über Nacht entgegen. In Österreich wird immer noch nicht flächendeckend nach kWh abgerechnet. Es gibt immer noch Anbieter, die nach Zeit abrechnen.
Für mich ist es eine Illusion, dass jemals flächendeckend elektrisches Fahren möglich sein wird.
Die neueste Entwicklung, Halbfeststoffbatterie, ist nun in der Serienproduktion erschienen. Vom Versprechen, bis zu 500 kW zu laden und dabei in 14 Minuten eine Kapazität für rund 400 Kilometer Reichweite nachzuladen, wäre man laut einem mir persönlich bekannten Entwicklers eines deutschen Autoherstellers in der Praxis jedoch noch weit entfernt.
Hinzu kommt, dass das öffentliche Verkehrsnetz nicht mal die aktuelle Nachfrage deckt! Eine Tatsache ist es, dass wenn die Bahnstrecke Salzburg-München saniert wird, S-Bahn-Züge für den Nahverkehr herausgenommen werden müssen, um den Gütertransport zu gewährleisten.
In der Stadt Salzburg schafft man es immer noch nicht, zum gewohnten Zehnminutentakt der Busse zurückzukehren. Dann wundert man sich, dass es nur noch staut - man ist auf das Auto angewiesen.
Zum Beispiel, eine Fahrt von zu Hause zum Arbeitsplatz von Tür zu Tür dauert mit dem öffentlichen Verkehrsmittel für 6,3 Kilometer Wegstrecke rund 50 Minuten, mit dem PKW 20 Minuten, mit dem Fahrrad 15 bis 20 Minuten, je nach Ampelphasen. Zum Glück kann ich auf von der Fahrbahn getrennten Radwegen mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren. Es gibt dafür kein zu schlechtes Wetter. Bei Tiefschnee nehme ich das Mountainbike. Es gibt kaum Tage, wo eine Fahrt mit dem Fahrrad nicht mehr möglich ist. Dann fährt aber auch kein Bus mehr.
Liebe Grüße
Udo